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Asiatische Investoren greifen in Europa zu

Wolkenkratzer prägen die Skylines der Metropolen weltweit. Außerordentlich begehrt sind langfristig vermietete Objekte bei asiatischen Investoren. Doch Landmark-Buildings wie der Astro-Tower in Brüssel, den PATRIZIA 2016 für ein koreanisches Konsortium erworben hat, kommen selten auf den Markt.

Auf dem Londoner Immobilienmarkt steht ein Megadeal an: Für 1,15 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro) will ein asiatischer Investor das Leadenhall Building übernehmen, das wegen seiner ungewöhnlichen Architektur auch „Käsereibe“ genannt wird. Dies ist nur ein Beispiel unter vielen – schließlich kaufen internationale Investoren in Europas Metropolen seit Jahren einen Wolkenkratzer nach dem anderen auf.

Dabei zeichnet sich ein größerer Trend ab: internationale Investoren ändern ihre Anlagestrategien und erhöhen ihre Immobilienquote deutlich. Zum Beispiel haben sich Investoren aus Südkorea eine Immobilienquote von 15 Prozent  des Gesamtportfolios als Ziel gesteckt. Aktuell beträgt diese jedoch nur 8,9 Prozent. Das macht Bürotürme in Top-Lage, die langfristig sichere Erträge bringen besonders interessant und asiatische Anleger greifen bei größeren Investmentvolumina ab 80 Millionen Euro beherzt zu.

Dass in Europa die Kaufpreise (zumindest in Euro und Pfund) bereits erheblich gestiegen sind, beeinträchtigt das Interesse offensichtlich wenig, profitieren die asiatischen Großanleger doch von der anhaltenden Stärke des US-Dollar. Weil die Währungen Asiens häufig an die Weltleitwährung gekoppelt sind, wirken europäische Spitzenobjekte wie zum Beispiel das Leadenhall Building in London relativ günstig: In den vergangenen drei Jahren fiel etwa das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar um mehr als ein Viertel.

 

 

Euro-Verfall lockt internationale Investoren an

Auch der koreanische Won ist derzeit stark wie selten zuvor, kostet doch ein Euro an den Devisenmärkten nur gut 1.200 Won. In der globalen Finanzkrise von 2008/2009 waren zeitweilig 2.000 Won je Euro fällig. Außerdem sind Immobilienkredite auf Euro-Basis billiger als im Dollar-Raum und werden es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Im Gegensatz zur amerikanischen Notenbank ist eine Zinswende bei der Europäischen Zentralbank nämlich noch kein Thema, obwohl die Verbraucherpreise in der EU ebenso wie in den USA spürbar anziehen. Diese Sondersituation aus niedrigen Zinsen und günstigen Währungsrelationen nutzten asiatische Investoren 2016 dazu, ihr Portfolio zu diversifizieren. Schließlich bedeutet eine Diversifizierung in verschiedene Märkte auch eine Diversifizierung des Risikos.

Für ein koreanisches Konsortium erwarb PATRIZIA von einer spanischen Immobiliengesellschaft den Astro Tower in Brüssel der mit einer Höhe von 107 Metern zu den markantesten Wahrzeichen der Brüsseler Skyline gehört. „Aufgrund unserer europaweiten Aufstellung und speziellen Expertise ist es uns erneut gelungen, ein hochattraktives Immobilieninvestment für unsere asiatischen Kunden zu identifizieren“, erläutert Dr. Konrad Finkenzeller, Head of Institutional Clients International bei PATRIZIA.

 

 

Höchste Energieeffizienz nach aufwändiger Sanierung

Der 1976 errichtete Astro Tower befindet sich im zentralen Geschäftsviertel der belgischen Hauptstadt nahe am Europaparlament. Der Wolkenkratzer verfügt über 36.000 Quadratmeter Bürofläche auf 33 Stockwerken sowie eine fünfgeschossige Tiefgarage mit 264 Plätzen. Vom Voreigentümer wurde das Gebäude für knapp 100 Millionen Euro saniert, sodass es nun als Passivhaus in der höchsten Energieeffizienzklasse eingestuft ist.

„Der Brüsseler Büroimmobilienmarkt zeichnet sich seit Jahren durch eine herausragende Stabilität aus und ist daher für institutionelle Investoren außerordentlich attraktiv.“
Etienne Marcot, Managing Director bei PATRIZIA France

Seit Oktober 2016 ist der Astro Tower vollständig an die staatliche Arbeitsagentur Actiris vermietet, mit der ein indexierter Mietvertrag über 26 Jahre ohne Kündigungsoption abgeschlossen wurde. Betreut wird das Objekt vom Asset-Management-Team der PATRIZIA in Frankreich, das für die Regionen Frankreich und Belgien zuständig ist. „Der Brüsseler Büroimmobilienmarkt zeichnet sich seit Jahren durch eine herausragende Stabilität aus und ist daher für institutionelle Investoren außerordentlich attraktiv“, bestätigt Etienne Marcot, Managing Director bei PATRIZIA France.

Dank wachsendem Interesse internationaler Investoren an Immobilienanlagen sind langfristig vermietete Objekte in Europas Metropolen begehrt. Niedrige Zinssätze und günstige Währungsrelationen befeuern diesen Trend noch weiter. Am größten ist die Nachfrage nach markanten Bürotürmen wie zum Beispiel dem frisch sanierten Astro Tower in Brüssel, den PATRIZIA 2016 für ein koreanische Konsortium erwarb.

Foto: Getty Images