Real Assets sind bei Investoren weiterhin gefragt


17 / 06 / 22 - 3 minute read

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, erfordert schnelles Handeln. Der Infrastrukturbedarf ist hierdurch gestiegen, wodurch viele attraktive Investmentmöglichkeiten entstehen.

Um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, ist es notwendig, die weltweite Infrastruktur zu modernisieren und zu verbessern. Hierzu werden – nach Schätzungen der OECD – bis zum Ende des Jahrzehnts jährliche Infrastrukturausgaben in Höhe von 6,9 Billionen US-Dollar erforderlich sein. In den vergangenen Jahrzehnten hat es weltweit an öffentlichen Investitionen in Infrastruktur gemangelt. Investoren sind dagegen zunehmend an den stabilen, langfristigen Erträgen interessiert, die Infrastrukturinvestments in der Regel bieten. Das weltweit in Infrastruktur verwaltete Vermögen wird daher voraussichtlich 2026 das in Immobilien verwaltete Vermögen übertreffen und fast 1,9 Billionen Dollar erreichen.

Autor

Markus Rüther

Dieser langfristige Trend zu Infrastrukturinvestments spiegelt sich auch im positiven Investorensentiment der PATRIZIA Kunden wider. 64 Prozent der institutionellen Investoren, die an der zweiten PATRIZIA Investorenbefragung teilgenommen haben, planen, den Anteil an Infrastrukturinvestments in ihrem Portfolio zu erweitern. 20 Prozent der PATRIZIA Kunden wollen in den nächsten fünf Jahren ihren Infrastrukturanteil sogar erheblich – um mehr als 10 Prozent – ausbauen, so die Umfrage aus dem Frühjahr dieses Jahres. Die Ergebnisse bestätigen den globalen Trend zu Infrastrukturinvestments.

Laut Preqin plant fast die Hälfte der weltweiten Investoren, ihre langfristige Allokation in der Anlageklasse zu erhöhen, während nur 7 Prozent diese reduzieren wollen.

„Infrastruktur ist für langfristig-orientierte Investoren eine wichtige Anlageklasse, um stabile Erträge zu erzielen“, sagt Tom Maher, Managing Director Infrastructure bei PATRIZIA. „Megatrends wie der Klimawandel, die Urbanisierung und der demografische Wandel erfordern enorme Investitionen in Infrastruktur. Wir stehen daher am Beginn eines Infrastruktur-Superzyklus, der Investoren attraktive Investmentmöglichkeiten bieten wird.“

Die institutionellen Kunden von PATRIZIA sehen in einer besseren Diversifikation des Portfolios, stabilen Erträgen, einem attraktiven Risiko-Rendite-Profil sowie der Absicherung gegen Inflation entscheidende Vorteile für Investments in Infrastruktur. Sie bevorzugen Fonds (48 Prozent) oder Direktinvestitionen (33 Prozent), um über Eigenkapitalinvestments in Infrastruktur von diesen Vorteilen zu profitieren. Börsennotierte Infrastrukturunternehmen, Fremdkapital oder Dachfonds auf Infrastruktur sind für sie weniger attraktive Alternativen.

Die beliebteste Anlageklasse sind dabei erneuerbare Energien. Fast 80 Prozent der befragten Investoren wollen die Gewichtung von erneuerbaren Energien in ihrem Portfolio in den nächsten fünf Jahren erhöhen, wobei nahezu jeder Fünfte den Anteil um mehr als 10 Prozent ausbauen will. Daneben interessieren sich die Investoren vor allem für die Infrastrukturbereiche Versorgung mit Strom und Wasser, Transport und soziale Infrastruktur. Beispielsweise wollen fast 60 Prozent die Gewichtung von sozialer Infrastruktur in ihrem Portfolio erhöhen.

Paralleler Ausbau der Immobilienportfolios

Die PATRIZIA Investoren wollen ihren Anteil an Infrastrukturinvestments allerdings nicht zulasten ihrer Immobilienbestände erhöhen. Vielmehr wollen sie das Engagement in beiden Anlageklassen ausbauen. 61 Prozent der Investoren wollen den Immobilienanteil in ihrem Portfolio steigern, davon 14 Prozent sogar um mehr als 10 Prozent. Insbesondere wollen die Investoren ihre Positionen in den Bereichen Logistik, Wohnen und Alternative Living, also etwa bei Studenten- und Seniorenwohnungen, ausbauen.

„Der Appetit auf Immobilien- und Infrastrukturinvestments ist weiterhin groß“, fasst Tom Maher zusammen. „In Zukunft werden beide Anlageklassen mehr und mehr kombiniert werden, um Lösungen für die wichtigsten Megatrends zu entwickeln. Beispielsweise lassen sich mit der Kombination von Infrastruktur und Immobilien intelligente Konzepte für Städte entwickeln, mit deren Hilfe die lokalen Gemeinschaften bessere Lösungen für Nachhaltigkeit, Urbanisierung und demografischen Wandel finden. Gleichzeitig können Investoren mit Investments in die Infrastruktur ‚smarter Cities‘ die stabilen, langfristigen Erträge erzielen, die sie suchen.“

Die Umfrage, an der 107 institutionelle Kunden von PATRIZIA teilgenommen haben, wurde im Frühjahr dieses Jahres durchgeführt.

Markus Rüther

Markus Rüther, Director bei GAULY Advisors, arbeitet seit rund 20 Jahren als Kommunikationsberater und unterstützt PATRIZIA seit mehr als vier Jahren.