PATRIZIA Infrastructure investiert in eine Mehrheitsbeteiligung an Biomet, und unterstützt Italiens Weg zu Netto Null Emissionen

PATRIZIA Infrastructure investiert für seine Kunden ca. 75 Mio. Euro in den Bio-LNG-Hersteller Biomet.

  • PATRIZIA Infrastructure investiert für seine Kunden ca. 75 Mio. Euro in den Bio-LNG-Hersteller Biomet und tätigt damit die erste Investition seit dem Erwerb des Infrastrukturgeschäfts durch PATRIZIA

  • Biomet wird die größte Anlage Europas sein, die Biomethan-LNG aus natürlichen Abfällen produziert

  • Erste Anlage Italiens, die direkt an das nationale Transportgasnetz SNAM angeschlossen ist und über eine Tankstelle vor Ort verfügt

  • Die Transaktion ist die zweite Investition von PATRIZIA Infrastructure in Italien im Auftrag ihrer Investoren und Fonds und setzt die lange Tradition erfolgreicher Partnerschaften mit führenden regionalen Infrastrukturunternehmen fort

London / Mailand, Montag, 20. Juni 2022. PATRIZIA, ein führender Partner für globale Real Assets, hat über seinen European Infrastructure Fonds II eine 80%ige Mehrheitsbeteiligung an dem italienischen Hersteller von verflüssigtem Bio-Erdgas („LNG") Biomet erworben. Die Transaktion von ca. 75 Mio. Euro, die aus der Eigenkapitalbeteiligung und einem Investitionsprogramm besteht, ist das erste Investment für PATRIZIAs kürzlich erworbenen Infrastrukturbereich, PATRIZIA Infrastructure.

Biomet ist ein vertikal integrierter Biomethan-LNG Hersteller aus Bioabfällen, der Europas größte Anlage in diesem Industriezweig sein wird. Das Unternehmen entwickelt derzeit zwei neue, moderne Anlagen, darunter eine Biomethananlage und eine LNG-Verflüssigungsanlage, die beide strategisch günstig, etwa 40 km südlich von Mailand liegen.

Biomet wird die erste Anlage in Italien sein, die direkt an das nationale Gastransportnetz SNAM angeschlossen sein wird und über eine eigene Tankstelle verfügen wird. Die Anlage wird zudem auch an wichtige Autobahnen angeschlossen sein, um die Abfallströme von Mittel- nach Norditalien zu nutzen. Außerdem wird sie über vier Anlagen verfügen, die Biomethan durch die Aufbereitung von Biogas aus landwirtschaftlichen Rohstoffen produzieren.

PATRIZIA Infrastructure hat in Biomet in der finalen Bauphase investiert. Die Verflüssigungsanlage soll im Sommer 2022, die Biogasanlage im Dezember 2022 und die vier Biomethanaufbereitungsanlagen bis 2024 in Betrieb genommen werden.

Die Biomethananlage von Biomet hat derzeit eine Kapazität für 40.000 Tonnen an organischen Abfällen pro Jahr. Die Verflüssigungsanlage hat eine Kapazität von 8.800 Tonnen Bio-LNG pro Jahr, mit dem Potenzial, die Produktion auf 26.400 Tonnen zu erhöhen.

Matteo Andreoletti, Head of Infrastructure Equity, Europe & North America PATRIZIA, sagte: „Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Biomet bekannt zu geben, die einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehres in Italien leisten wird. Biogas spielt außerdem eine entscheidende Rolle bei der Energiewende und bei der Unterstützung italienischer landwirtschaftlicher Gemeinden.“

„Unsere Investition in Biomet bietet nicht nur außergewöhnliche ESG-Eigenschaften und Chancen für zukünftiges Wachstum für unsere Kunden, sondern setzt auch unsere lange Geschichte erfolgreicher Partnerschaften mit führenden Infrastruktur Unternehmen in der Region fort, um damit einen positiven Einfluss auf die Gemeinden vor Ort auszuüben. Wir sehen innerhalb von mittelgroßen Infrastrukturprojekten weiterhin hervorragende Investitionsmöglichkeiten in Sektoren, die mit dem Übergang zu einem saubereren Energiesystem verbunden sind.“

Biogas und Bio-LNG leisten einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der EU, den Primärenergieverbrauch und CO2-Emissionen zu senken. Italien ist nach Deutschland der zweitgrößte Markt für Biogas in der EU, mit bisher 2 Milliarden produzierten Kubikmetern. Die fixen Produktionskosten von Biogas machen Bio-LNG aus Abfällen zu einer wettbewerbsfähigen und kohlenstoffneutralen Alternative zu herkömmlichem LNG, insbesondere für die Transportindustrie. Die italienische Regierung hat die Bedeutung der Bio-LNG-Produktion durch ein solides Anreizsystem mit langfristigem Engagement für die nachhaltige Entwicklung dieser Technologie anerkannt.

Antonio Barani, CEO und Gründer von Biomet, sagte: „Italien hat ein Defizit an Verflüssigungsanlagen, während gleichzeitig die Nachfrage nach LNG und Bio-LNG im Zuge der Dekarbonisierung steigt. Dies spiegelt sich im regulatorischen und politischen Rahmen wider, der den Bedarf an mehr Biogas und nachhaltigen Brennstoffquellen zunehmend unterstützt.“

„Biomet ist in der Lage, in diesem Sektor eine Vorreiterrolle einzunehmen, da das Unternehmen sowohl über einen optimalen Standort als auch über eine vertikale Integration entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfügt - von der Biomethanproduktion aus Abfällen über die Aufbereitung bis hin zur Verflüssigung/Bio-LNG-Produktion und dem Verkauf an einer lokalen Tankstelle. Unsere neue Partnerschaft mit PATRIZIA Infrastructure ist ein wichtiger Meilenstein, der uns dabei hilft, Biomet als einen führenden Akteur auf dem italienischen Biogasmarkt zu positionieren."

PATRIZIA Infrastructure hat den Anteil vom italienischen Gasunternehmer Walter Lagorio und von Ankorgaz, dem Unternehmen des Biomet-CEO und -Gründers Antonio Barani, erworben. Biomet wird eine 20%ige Beteiligung behalten.

PATRIZIA Infrastructure wurde von EY, GOP und Willis Towers Watson beraten, Ankorgaz von BNP Paribas und White & Case. Belluzzo International Partners betreute die steuerlichen Aspekte der Transaktion für Ankorgaz.