Gemeinsam die Investitionslücke schließen


31 / 08 / 22 - 5 minute read

Sanierung und Neubau von Infrastruktur sind weltweit das Thema der Stunde. Der Kapitalbedarf ist enorm. Staatliche Investitionen alleine reichen nicht aus. Ohne privatwirtschaftliche Investitionen wird es insbesondere Kommunen kaum möglich sein, die Herausforderungen dieses Jahrhunderts zu bewältigen, sagt Wolfgang Egger, CEO und Gründer von PATRIZIA, voraus.

Die Nachfrage nach Investitionen in den Sektor Infrastruktur war noch nie so hoch wie derzeit. Weltweit ergänzen private Investoren ihre Portfolios zunehmend um diesen Real Asset Bereich, denn Investments mit robustem langfristigen Investitionspotenzial sind in einer sich rasant verändernden Welt gefragter denn je.

Der staatliche Sektor kann die globalen Megatrends von heute nicht alleine bedienen. Weltweite Trends wie Dekarbonisierung, Demografie, Digitalisierung und Urbanisierung erfordern vor allem intelligente Infrastrukturmaßnahmen, deren Finanzierung Staaten alleine nicht stemmen können. Etwas anderes zu glauben wäre blauäugig. Im vergangenen Jahr gab die American Society of Civil Engineers der Infrastruktur in den Vereinigten Staaten die Gesamtnote C, was einige Experten mit „versetzungsgefährdet“ übersetzen würden. Weiterhin ergaben die Untersuchungen des Berufsverbands, dass für die Sanierung und den Neubau maroder Straßen, Brücken und anderer infrastruktureller Bauwerke insgesamt weitere 2,59 Billionen US-Dollar an Investitionen seitens des Staates aufgebracht werden müssten. Aber wer soll das bezahlen?

Allein in der Region Asien-Pazifik (APAC) fehlen jährlich 900 Milliarden US-Dollar, um die dortige Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen. Nach Experteneinschätzung wird
diese Weltregion bis 2030 und darüber hinaus etwa 60 % des globalen Wachstums verantworten.
 

Experten sind sich einig, dass privatwirtschaftliche Investitionen zwingend notwendig sind, um das Wachstum von Morgen zu finanzieren und auch künftig lebenswerte Städte zu erhalten. Eine intelligente und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Infrastruktur ist hierfür Grundvoraussetzung. Ohne entsprechende Investitionen in Infrastruktur werden Kommunen
von der Vorstellung weiterhin blühender und wohlhabender Städte Abstand nehmen müssen.

Diese Herausforderung erfährt insbesondere vor dem Hintergrund eines immer stärkeren Urbanisierungstrends eine überragende Bedeutung. Bereits heute leben rund 75 % der europäischen Bevölkerung in Städten. Bis 2050 wird dieser Anteil voraussichtlich auf über 80 % steigen.

Investieren in unsicheren Zeiten

Geopolitische Risiken und makroökonomische Herausforderungen nehmen zu. Man denke nur an steigende Energiepreise, höhere Inflationszahlen, Lebensmittelknappheit und unterbrochene Lieferketten. Diese Entwicklung birgt die Gefahr, dass existenziell
wichtige Themen wie das Fitmachen unserer Städte für die Zukunft, insbesondere diese intelligenter zu gestalten, hinten herunter fallen könnten.

Das Ausmaß an Unsicherheit und Unabwägbarkeiten ist heute größer als noch zu Zeiten der Finanzkrise 2008 oder zuletzt auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Kurzfristig wird dieses Umfeld das Wachstum und die Produktivität der Weltwirtschaft beeinträchtigen.

Eine der Folgen: Die Menschen werden vorsichtiger. Verständlicherweise. Insbesondere Investoren werden vor einschlägigen Entscheidungen lieber einmal mehr nachdenken, ihr Risikomanagement neu adjustieren, stärker diversifizieren und sich auf die Suche nach Investments begeben, die unter diesen Voraussetzungen auch zukünftig stabile Renditen versprechen.

Das Portfolio von PATRIZIA umfasst ein in der Branche einzigartiges Angebot an Investitionsmöglichkeiten in Infrastruktur, Immobilien und Technologie. Kunden schätzen an diesem breit aufgestellten Produktangebot insbesondere die Möglichkeit der Diversifikation ihres Portfolios und damit von Risiken, bei gleichzeitig langfristig robusten Renditeaussichten und stabilen Cashflows, die deutlich über denen liegen, die über festverzinsliche Wertpapiere oder reine Real-Estate-Investments zu erzielen sind.

Weiterer Vorteil: Real Assets bieten in der Regel zusätzlich einen wirkungsvollen Inflationsschutz sowie langfristig kalkulierbare inflationsgebundene passive Einkommensströme. Wir sind davon überzeugt, dass einzelne Sektoren wie erneuerbare Energien oder andere alternative Immobilientypen wie aus dem Bereich Rechenzentren und soziale Infrastruktur mittelfristig schneller wachsen werden als die Inflation. Unser Ansatz ermöglicht es Investoren, an der globalen Energiewende teilzuhaben und auch von diesem Megatrend direkt zu profitieren.

Unsere Sachwerte helfen den Kunden bei der Diversifizierung ihrer Portfolios und bieten stabile Einkommensströme, die deutlich höher sind als bei reinen Festzins- oder Immobilienanlagen.

Wolfgang Egger

Synergien zwischen Immobilien und Infrastruktur nutzen

PATRIZIA baut seit jeher auf ein umfassendes weltweites Netzwerk sowie den direkten Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen. Hinzu kommt eine jahrzehntelange Branchenexpertise. Innerhalb der vergangenen 24 Jahre hat PATRIZIA Infrastructure rund 7 Milliarden Euro an Fremd- und Eigenkapital in über 110 Infrastrukturinvestments weltweit investiert.

Wir wollen mit unseren Investments etwas bewegen. Und sind davon überzeugt, dass nur eine moderne Infrastruktur zukunftweisende Entwicklungen in Transport, Energie und Wasserversorgung möglich macht. Dasselbe gilt für Themen wie sozialen Wohnungsbau und bezahlbaren Wohnraum, eine verlässliche sowie leistungsstarke Versorgung und lebenswerte Viertel.

Alles in allem sieht sich PATRIZIA als Brücke zwischen Investoren und zukunftsorientierten Infrastrukturprojekten, die unsere Welt smarter, klimaneutral und nachhaltig machen. Nur ein Beispiel: Bei den von uns gemanagten Immobilienportfolios wird seit Jahren in intelligente Gebäudetechnik investiert, um nachhaltig den Energieverbrauch zu senken und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Darüber hinaus ist PATRIZIA ein Pionier in Sachen neue Baumaterialien. Das Ziel: Baumaterialien, die weitaus weniger kohlenstoffintensiv sind als herkömmliche Lösungen. Wir setzen bei unseren Bauprojekten zum Beispiel vermehrt auf Brettsperrholz anstelle von Beton und Stahl. Auch erneuerbare Energiequellen in und um unsere Objekte wurden von uns frühzeitig implementiert. Zum Beispiel ist „Solarfizierung der Logistik“ für uns ein wichtiges Thema. Inzwischen sind alle unsere Logistikzentren mit entsprechenden Solarpaneelen ausgestattet.

Fokus auf Wachstum

PATRIZIA und ihre Experten beschäftigen sich intensiv mit Infrastruktur-Megatrends und entsprechenden Investmentchancen. Unser Hauptaugenmerk liegt zunehmend auf wachstumsstarken neuen Infrastruktur-Assetklassen wie zum Beispiel erneuerbare Energien und Smart Cities. Denn unsere künftige Welt wird eine nachhaltige Welt sein. Gleichzeitig bilden, stärken und entwickeln wir enge Partnerschaften mit Investoren auf der ganzen Welt, um gemeinsam die sich im Infrastruktursektor bietenden Chancen langfristig zu nutzen und die Kapitalallokation hierauf auszurichten.

Um diese „intelligente“ Zukunft anzugehen, sind staatliche Stellen auf das private Kapital, aber auch die Expertise und die Erfahrung globaler Investoren angewiesen. Es geht also keineswegs nur um Geld. Nur dann wird der Staat in der Lage sein, all die Fragen zu beantworten, die sich durch die zunehmende Urbanisierung stellen und durch die Notwendigkeit, eine moderne Infrastruktur zu erhalten oder aufzubauen. Vielversprechende Investmentchancen ergeben sich dabei auf immer mehr Feldern – von Themen wie Wasser, Strom und Straßen bis hin zu digitalen Assets wie Rechenzentren und Assets, die bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen.

Wir glauben: In Europa existieren erstklassige Investmentchancen in Real Assets mit klarem Fokus auf die Themen Smart Cities und Smart City-Infrastrukturen. Insbesondere intelligente Gebäudetechnologien besitzen das Potential, zu einem echten „Game Changer“ innerhalb der Branche zu werden.
Wie wir anhand zahlreicher Projekte bereits unter Beweis gestellt haben, kann zum Beispiel die kluge Kombination von künstlicher Intelligenz mit Heizungs-, Kühlungs- und Klimaanlagen (HLK) den Energieverbrauch um bis zu 30 % pro Gebäude senken. Neben spürbaren Kostensenkungen werden dadurch CO2-Emissionen beim Betrieb der Anlagen reduziert sowie der Gesamtwert des Assets gesteigert. Diese und andere zukunftweisenden Technologien haben wir bereits in mehreren Ländern implementiert, darunter in Deutschland, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich – dies alles gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort und auf der ganzen Welt.

All diese Initiativen müssen schneller denn je vorangetrieben werden, um soziale und gesellschaftliche Entwicklungen möglichst positiv zu beeinflussen und zu gestalten. Man stelle sich vor es gelänge zeitnah, Immobilien auf der ganzen Welt durch Sanierung oder Neubau smarter, also intelligenter, zu machen. Ein größerer Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität ist kaum vorstellbar. Und damit zu einer Welt, die auch für künftige Generationen ein fantastischer, lebenswerter und liebenswerter Ort bleibt.

 

PATRIZIA versteht sich als Brücke zwischen globalen Investoren und den Infrastrukturanlagen, die für die intelligenten, kohlenstoffarmen und nachhaltigen Gemeinschaften von morgen sorgen werden.

Wolfgang Egger

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Augsburg, Deutschland

Wolfgang Egger

Mitglied des Verwaltungsrats

Wolfgang Egger ist der CEO und Gründer von PATRIZIA. PATRIZIA verwaltet mehr als 56 Milliarden Euro an Vermögenswerten und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter an 28 Standorten weltweit. Über ihre PATRIZIA Stiftung engagiert sich PATRIZIA für soziale Verantwortung. Die Stiftung hat in den letzten 23 Jahren weltweit rund 250.000 bedürftigen Kindern den Zugang zu Bildung und damit die Chance auf ein besseres Leben ermöglicht.