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Mikro-Apartments werden den Wohnraummangel nicht beheben

Mikro-Apartments sind derzeit in aller Munde. Der Weisheit letzter Schluss sind diese kleinteiligen Wohnraumlösungen laut Experten jedoch nicht. Auch nicht aus Investorensicht.

Der fortschreitende Trend zur Urbanisierung und damit einhergehende Mietpreissteigerungen sorgen in zahlreichen Ballungsgebieten Europas dafür, dass Wohnraum für viele immer weniger bezahlbar ist. Welche Lösungen könnte die Immobilienbranche bieten?

Ein naheliegender Lösungsansatz wäre es, knappen Wohnraum möglichst optimal zu nutzen. Tatsächlich entscheiden sich immer mehr Studenten, Pendler und Personen mit durchschnittlichem Einkommen für sog. Mikro-Apartments. Diese standardisierten Einzimmerwohnungen sind in der Regel vollständig möbliert und verfügen über eine Küchenzeile sowie Badewanne. Durchaus etwas für alle, die eher pragmatisch veranlagt sind und denen beengte Verhältnisse nichts ausmachen.

Mikro-Apartments können in Zeiten von zunehmender Urbanisierung und knappem Wohnraum durch ihre effiziente Raumnutzung tatsächlich Teil der Lösung sein. Auch ihre vorherrschende Lage mitten in Stadtzentren ist ein weiterer Pluspunkt. Die Nachfrage ist groß und schon deshalb werden zukunftsorientierte Städte immer häufiger auf solche kompakten Wohnungsangebote setzen. Gleichwohl eignen sich Mikro-Apartments von ihrem Konzept her eher als Übergangslösung für befristet Beschäftigte oder Zugereiste. Denn in Relation zu herkömmlichen Wohnungen sind solche Einzimmerwohnungen keineswegs günstig. Ganz im Gegenteil.

Mikro-Apartments – eine Investmentchance?

Mikro-Apartments generieren im Schnitt etwa doppelt so hohe Mieteinnahmen pro Monat wie traditionelle unmöblierte Wohnungen. Aus Investorensicht erscheinen diese neuen Konzepte somit durchaus attraktiv. In der Spitze kann die Rendite bis zu 8% pro Jahr betragen und damit deutlich über anderen Anlageformen liegen, wobei man im Durchschnitt eher mit 3,5 - 4,5% oder weniger kalkulieren sollte.

Zu Bedenken gilt jedoch: Als Langfrist-Investition eignen sich Mikroapartments kaum. Zum einen ziehen die meisten Mieter im Schnitt nach sechs bis zwölf Monaten wieder aus, was unter anderem einen höheren Verschleiß verursacht. Zum anderen sollte jede einzelne Wohnung voll möbliert und erstklassig ausgestattet sein, was entsprechende Anfangskosten verursacht. Ganz zu schweigen von in der Regel entsprechend höheren Wartungskosten.

Langfristig orientierte Investoren sollten darüber hinaus bedenken, dass der derzeitige Hype um Mikro-Apartments irgendwann einmal zu Ende gehen wird und sich dann zwangsläufig die Frage nach anderen Nutzungsmöglichkeiten stellt. Auf den ersten Blick böte sich zum Beispiel die Umwandlung in Pensionen oder Residenzen mit dazugehörigen Hotelservices an. Allerdings bleibt die Frage unbeantwortet, ob später einmal hierfür auch ausreichend Nachfrage besteht. In jedem Fall könnte sich ein Weiterverkauf solcher Mikro-Apartments als schwieriger erweisen als gedacht.

PATRIZIA mit zurückhaltender Einschätzung

Mikro-Apartments können aus Investorensicht durchaus eine sinnvolle, selektive Ergänzung des Portfolios sein. Als Basisinvestment eignen sich solche Einzimmerwohnungen eher nicht. PATRIZIA fokussiert deshalb nur auf hochwertige Mikro-Apartments in allerbester Lage, die auch mittel- bis langfristig erfolgversprechend sind. Zu den jüngsten PATRIZIA Investments in diesem Bereich gehören zum Beispiel Studentenwohnheime in Hamburg, Münster und Leipzig. Dazu ein Gebäude in Mainz, das 50 Mikro-Apartments ausweist, sowie eine weitere Immobilie in Frankfurt mit insgesamt 221 Mikro-Apartments.