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Wow-Effekt statt Warenlager

Es war einmal ein ganz normales real SB-Warenhaus in Krefeld. Und die Betonung liegt auf „war“. Denn das, was man heute anstelle des ehemaligen real Supermarktes im hiesigen Industriegebiet findet, hat damit nicht mehr viel zu tun. Im November 2016 eröffnete die Metro Gruppe ihr Flaggschiff modernen Einkaufens, die „Markthalle Krefeld“ – und diese verspricht alles, nur nicht schnödes Einkaufen auf Normalo-Status. Die Devise lautet vielmehr Wohlfühlen und Wellness-Shoppen statt banaler Wocheneinkauf. Ein Konzept, das in Deutschland Vorreiterstatus hat und aus Kundensicht ganz bestimmt nachahmenswert ist.

Optisch wie auch konzeptionell ist die Markthalle Krefeld ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Ästhetik, Praktikabilität und Einkaufserlebnis. Platz für die unterschiedlichen Themenfelder wie Food, Non-Food und Gastronomie sind auf 11.500 Quadratmetern ausreichend vorhanden und so konnten sich die Planer hier so richtig ausleben – was sie auch getan haben: Moderner Waschbetonboden und cooler Glühbirnenhimmel im Vintage-Style, Bauernmarktszenarien und  ein Ohrensessel im Verweilbereiche des markteigenen Bookstore “My Books” sowie die “Innovation Lounge” für Unterhaltungselektronik  – um nur einige markante Details des Marktes zu nennen. Der Non-Food-Bereich schrumpfte zwar nach dem Umbau,  ausgesuchte Produktbereiche wie Technik oder die Abteilung „Meine Familie“ verfügen jedoch über ein breites Sortiment von Pflege- und Hygieneartikeln über Baby- und Kinderbekleidung bis hin zu Haushaltswaren. Eine deutliche Fokussierung, die der Orientierung der Kunden zu Gute kommt.

Foodlover-Konzept

Breiter aufgestellt denn je wurde dafür der Food-Bereich oder wie er im Markt heißt, die „Manufaktur des guten Geschmacks“. Diese bietet Liebhabern der guten Küche ein besonders großzügiges Gastronomieangebot, dessen Besonderheit es ist, dass der Kunde hier essen kann, was es zu kaufen gibt, und kaufen kann, was es frisch zubereitet zu essen gibt. Ergänzt wird das Ganze noch durch ein Angebot an ausgewählten Kochkursen. Kapazitätsmäßig wurde ebenfalls geklotzt und nicht gekleckert, denn der Gastrokreisel bietet als Treffpunkt Platz für mehr als 100 Personen: Mit Sushi-Bar, Pasta-Manufaktur und riesiger Bäckerei sowie insgesamt deutlich mehr Frischeprodukten, Live-Cooking, einer Austern- und Café-Bar. Um mehr als 20.000 Produkte wurde die Palette der Markthalle Krefeld im Bereich Lebensmittel aufgestockt. Kunden können nun aus einer Angebotsrange von rund 100.000 „essbaren“ Artikeln wählen. Selbstverständlich bedient die Markthall Krefeld ihre Kunden auch online. Wer möchte, bestellt ganz gemütlich und zu jeder Uhrzeit seine Waren im Internet bei RealDrive und holt diese dann fertig gepackt am dafür vorgesehenen Abholpunkt ab.

Standardkonzepte  haben ausgedient

Mit Konzepten wie der Markthalle Krefeld reagieren Händler auf die Konkurrenz durch Onlineanbieter, der sie sich zunehmende ausgesetzt sehen. So beschleunigt diese beispielsweise Trendwechsel und Zyklen in der Sortimentsgestaltung. Des Weiteren wollen Kunden neben einem günstigen Kaufpreis und kompetenter Beratung das gewünschte Produkt oft gleich vor Ort testen können. Und bei Bedarf soll es natürlich auch nach Hause geliefert werden. Dieser Service sowie möglichst noch regelmäßige Events sind die Basis für das Überleben gegen die kostenmäßig meist überlegene Internet-Konkurrenz. Erst das besondere Einkaufserlebnis bringt Läden den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Online-Shopping. Die Markthalle Krefeld ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass dies tatsächlich gelingen kann.